Flüchtlinge in Korsimoro                        Imkerei und Garten-Eden-komm(T)

Seit 2019 werden Hühner gehalten auf unserm 4 Hektaren grossen Grundstück.  Seit 2020 haben wir ca. 100 Flüchtlingen aus Mali auf unserm Gelände für sie sorgen wir so gut es geht. Projekt: Garten-Eden komm(T) Steht für Gartenarbeit und Blütenvielfalt, welche die Voraussetzung für eine erfolgreiche Imkerei ist. Geplante Schritte für die Flüchtlinge 2020-2023

Die Bienen in Afrika sind etwas robuster als unsere, dafür aber bedeutend aggressiver... Jean hat im Januar 2020 mit der Ausbildung zum Imker begonnen und wird bald schon  dieses Projekt Imkern mit Flüchtlingen beginnen.

1. bei unserm Brunnen muss die Wasserkapazität von 0,5m3 auf über 10m3 pro Tag erhöht werden.
2. Mit den Flüchtlingen wird ein grosser Garten angelegt. (Garten-Eden-komm(T)
3. Es wird eine Imkerei aufgebaut, sîe ermöglicht Arbeit und verdienst für Menschen ohne eigenes Land.
4. Die Flüchtlingskinder sollen den Zugang zur Bildung finden
5.  Medizinische Grundversorgung wollen wir ermöglichen  
6. Begleiten bei der Rückkreise oder Integration der Flüchtlinge. 

 

Die Flüchtlinge

Nach einigen Recherchen funktioniert die Unterstützung über den offiziellen Apparat der Gemeinde nicht wirklich gut für die Flüchtlinge in Korsimoro. Das Projekt zur Unterstützung der Flüchtling, welches Jean mit dem Bürgermeister beantragt wurde, wurde blockiert auf der nächst höherer Ebene der Verwaltung. Es wird mit der Begründung gearbeitet, man muss sicher sein, dass damit keine Terroristen unterstützt werden, aber man könne die Hilfsgüter bei den Behörden abgeben. Ein Bruchteil der Hilfslieferungen sind bis jetzt bei den Flüchtlingen angekommen. In den letzten 3 Monaten wurde von offizieller Seite anscheinend nur 1x 8 Kg Reis pro Person und etwas Speise Öl abgegeben… zum Vergleich ein Huhn braucht ca. 3 - 4 Kg Körner im Monat. Hilfsorganisationen werden blockiert, mit der Begründung «Terrorbekämpfung». Was funktioniert ist die spontane und individuelle Hilfe durch solidarische Menschen und Firmen in der Region. Im Umkreis unseres Brunnens leben 83 Flüchtlinge am 20.1.20. Tendenz steigend, ca. 1/5 der Flüchtlinge sind bei unserm Brunnen. Es sind Grossfamilien von einfachen Bauern, die bis jetzt Hirse angebaut haben, sie wurden vertrieben von Terrorgruppen. Die inoffiziellen Hintergründe sind aber kaum zu glauben. Sie sind in einer Art Grossfamilie organisiert mit dem "Ältesten" es ist ein 70-Jähriger sympathischer Mann. Sie sind ca 400 km zu Fuss gekommen und glaubten nicht mehr, dass sie einen guten Platz finden. Die Willkommenskultur von Jean (langjähriger Mitarbeiter von uns) und den Nachbarn auf dem dünnbesiedelten Land am Rande von Krosimoro haben inzwischen vieles ermöglicht. Dabei spielt der Brunnen eine wesentliche Rolle. Jean ist der Einzige, der weiss wie Gemüse angebaut werden kann. Die Bauern sind sehr wissbegierig und fleissig. Sie sind hoch motiviert dazu zu lernen und legen diversen Gemüsebeete an.

Ein Nachbar von Jean hat auch ein ordentliches Stück Land zur Verfügung gestellt. Jetzt haben sie begonnen kleine Häuschen zu erstellen, wir helfen so gut es geht.

Die Unterstützung für die Flüchtlinge funktioniert am besten, wenn ein Unternehmer sagt, sein Geschäft laufe sehr gut, deshalb könne er auch etwas an die Flüchtlinge persönlich weitergeben, denn die Angst vor Terror und vor jenen die diese Terrorgruppen unterstützen ist gross, ebenso das Misstrauen und die Unsicherheit.

Wir investieren in den Ausbau der rentablen Hühnerfarm, dass Jean seinen Gewinn maximieren kann.

Seinen Kredit bei uns muss er indirekt zurückzahlen, indem er für die Flüchtlinge schaut. Es ist für uns sehr schwer direkt den Flüchtlingen zu helfen, da die Behörden schnell misstrauisch werden vielleicht auch selber etwas vom Hilfskuchen erhaschen möchten, was ich auch gut nachvollziehen kann.

Wir haben ausgerechnet, das die 83 Flüchtlinge mit ca 45 Euro pro Tag gut (über)-leben können.

Jean schaut ob es möglich ist einige Flüchtlinge offiziell in seiner Firma einzustellen, dann Arbeiten sie im Garten bei den Hühnern und im neuen Bienenprojekt, somit können sie die Familien unterstützen. Das geht aber nur, wenn wir die Firma von Jean unterstützen, denn sie wirft noch sicher nicht soviel Gewinn ab das zusätzlich 83 Personen ernährt werden könnten…